Sprachheilklassen

 

Die Förderklassen mit dem Förderschwerpunkt Sprache


Zum Beginn des Schuljahres 2003/2004 wurden an der Grundschule „Am Langen Esch" Förderklasse mit Schwerpunkt Sprache (Sprachheilklasse) eingerichtet, in der Schülerinnen und Schüler mit einem festgestellten sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf im Bereich Sprache unterrichtet werden. Heute bestehen insgesamt zwei Förderklassen, je eine in den Schuljahrgängen eins und zwei.
Die Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf Sprache werden von einer Förderschullehrerin mit dem Ausbildungsschwerpunkt Sprache in einer Klasse mit einer reduzierten Schülerfrequenz (bis max. 14 Schüler) unterrichtet, wobei je nach personeller Lage ein Teil des Unterrichts doppelt besetzt ist. Zudem erhalten die Schülerinnen und Schüler der Sprachheilklasse zwei Unterrichtsstunden zusätzlich auf der Stundentafel.


Kennzeichnende Merkmale dieser Organisationsform sind:


Der Unterricht erfolgt nach Richtlinien der Grundschule.
Die Kinder sollen nach zwei Schuljahren Sprachheilklasse erfolgreich in der Regelschule mitarbeiten können. Sie können dort je nach individuellem Leistungsstand die zweite Schuljahr wiederholen oder direkt im dritten Schuljahr weiterarbeiten.
Am Ende des zweiten Schuljahrs wird erneut entschieden, ob die Schülerinnen und Schüler weiterhin einen Unterstützungsbedarf im Bereich Sprache aufzeigen oder ob dieser aufgehoben werden kann.
Die Sprachheilklassen verstehen sich also als Durchgangsklassen mit dem Ziel der frühestmöglichen Reintegration in die Regelschule.
Aufgabe der Förderklasse mit Schwerpunkt Sprache ist die Rehabilitation, also die Unterstützung zur Heilung der Sprachstörung bzw. Wiederherstellung „normaler Sprache“.
In eine solche Klasse werden nur Schülerinnen und Schüler aufgenommen, deren Sprachstörungen quantitativ und qualitativ so geartet sind, dass sie sich negativ auf das subjektive Erleben, auf das Verhalten, das Lernen und die Schulleistungsfähigkeit auswirken.
Die Förderklasse mit Schwerpunkt Sprache soll sprachbehinderte Schüler dazu befähigen, nach dem Rahmenplan der allgemeinbildenden Schule zu arbeiten, d.h. sie soll sprachbehinderte Schüler zur „Normalschulfähigkeit“ führen oder dafür sorgen, dass Schüler trotz Sprachstörungen Schulabschlüsse der allgemeinbildenden Schule erzielen können.


Zugang in die Sprachheilklasse


Alle Schülerinnen und Schüler sind freiwillig nach der Entscheidung ihrer Eltern und nach durchgeführter Feststellung sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs im Bereich Sprache in der Sprachheilklasse.
Der sonderpädagogische Unterstützungsbedarf im Bereich Sprache wird durch eine/n Gutachter/in empfohlen. Diese Empfehlung wird an die Landesschulbehörde weitergeleitet. Die Landesschulbehörde trifft die letztendliche Entscheidung über den sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf des Kindes. In Form einer Verfügung wird dieser den Eltern schriftlich mitgeteilt. Die Eltern entscheiden dann an welchem Lernort ihr Kind beschult werden soll.
Die Voraussetzungen dafür ist, dass die zuständige Grundschule (des betroffenen Kindes) im Bezirk der Förderschule Hasetalschule liegt (Bersenbrück, Gehrde, Badbergen, Mimmelage, Menslage, Berge, Bippen, Ankum, Eggermühlen / Kettenkamp, Quakenbrück). Eltern betroffener Kinder sollten sich an ihrer zuständigen Grundschule informieren. Die zuständige Grundschule leitet das Verfahren vor der Einschulung verbindlich ein.


Organisatorische Besonderheiten


Die Grundschule Am Langen Esch ist eine offene Ganztagsschule. Die Teilnahme am Ganztagsbetrieb ist für Schülerinnen und Schüler der Sprachheilklasse an 2 bis 4 Tagen (Mo-Do) möglich. Es besteht eine volle Integration der Sprachheillassen im ersten und zweiten Schuljahrgang organisatorisch wie räumlich.
Der Unterricht endet täglich um 12:45 Uhr.  

Der Landkreis Osnabrück übernimmt die Schülerbeförderung durch ein externes Busunternehmen in Kleinbussen (ab 2km Schulweg).